Schwerpunkt
ADHS und Autismus


Wir sind Experten für die Diagnostik und Behandlung von Erwachsenen mit ADHS und Autismus. Sie finden bei uns nicht nur alle sinnvollen diagnostischen Optionen, sondern auch Beratung in Medikation, psychotherapeutische Einzel- und Gruppentherapie und Hilfe bei der Organisation des Alltags durch spezielle Angebote.

ADHS bei Erwachsenen

Dachte man früher, dass ADHS sich mit dem Erwachsenwerden gewissermaßen verliert, finden sich heute gute Belege, dass viele Symptome nicht nur die Entwicklungsmöglichkeiten betroffener Kinder und Jugendlicher behindern, sondern auch bei Erwachsenen noch Leid und Einschränkung verursachen.

Wie ist das mit Autismus?

Die Diagnose Autismus hat in den letzten Jahren eine große Zunahme erfahren. Es herrscht jedoch oft große Unsicherheit. Wir haben eine spezielle Sprechstunde eingerichtet, um Erwachsenen, die unter autistischen Symptomen leiden, eine Unterstützung bieten zu können. 

Studien im NPZ

Das NPZ behandelt zurzeit mehrere hundert Patienten mit ADHS im Erwachsenenalter. Dabei finden wir immer wieder Defizite im allgemeinen Wissen – manche Aspekte sind nicht gut erforscht. Deshalb haben wir seit einigen Jahren eine Forschungsgruppe etabliert, die sich mit ADHS bei Erwachsenen befasst.

Behandlungsablauf

Arztgespräch. Bei neuen Patienten steht in der ADHS- und Autismus-Sprechstunde immer zunächst ein Gespräch an. Eine sorgfältige Erhebung von Beschwerden und Problemen, eingebettet in die Biografie des Patienten, ist uns sehr wichtig. Besonders wichtig sind Informationen zur Patientenhistorie (Zeugnisse, Berichte aus Schule und Arbeitsstelle, Erzählungen von Eltern und Verwandten, etc.). Das Erstgespräch dauert länger als ein normaler Arzttermin und kann bis zu 4 h Zeit in Anspruch nehmen.

Untersuchungen. Entsprechend der Beschwerden und Befunde im Arztgespräch erfolgen Untersuchungen. Wir führen eine Vielzahl direkt im NPZ durch, etwa Tests der kognitiven Leistung, Aufmerksamkeit, Schnelligkeit, Konzentration aber auch Depressions-Tests und ein EEG. Bei Bildgebungen (MRT, CCT) verweisen wir auf die Röntgenpraxen in der Nähe. 

Behandlungsplanung. Es ist uns wichtig, dass wir die Behandlung mit dem Patienten sorgfältig abstimmen. Nicht immer müssen Patienten mit ADHS oder Autismus wirklich medikamentös behandelt werden. Manchmal ist den Patienten geholfen, wenn sie ihre Diagnose kennen. Wir informieren detailliert über die Ergebnisse der Untersuchungen und beraten, welche Behandlungen möglich sind. Im Anschluss bieten wir medikamentöse Versorgung sowie Einzel- und Gruppentherapie durch unsere Psychologen und bei Autismus auch die Therapie mit transkranieller Hirnstimulation an. 

Verlaufskontrolle. Selbstverständlich stehen wir auch im Verlauf für Fragen zur Verfügung und kontrollieren, wie sich der Befund unter der Behandlung entwickelt und verändert hat. 

Anamnese und Untersuchung

Im Erstgespräch mit dem Patienten (dieses kann bis zu 4 h dauern!) werden die Verlaufsgeschichte und die Beschwerden und Auffälligkeiten herausgearbeitet. Wichtig ist es hier, die Vergangenheit im Kindesalter zu erfragen, denn beide Störungen müssen (auch rückwirkend) in der Kindheit schon vorgelegen haben, um die Diagnose eindeutig ins Erwachsenenalter zu transferieren.

Laborwerte /EKG

Wir führen zu Beginn und im Verlauf eine an die jeweilige Situation des Patienten angepasste Untersuchung von körperlichen Parametern durch. Das sind mindestens die Laborwerte und in der Regel ein EKG, damit wir bei der Empfehlung von Medikamenten sicher sein können, dass sie vertragen werden.

Bild-Untersuchungen

Zur ersten Diagnostik eines ADHS-Syndroms und Autismus gehört nach unserer Überzeugung immer auch eine Bild-Untersuchung, in der Regel heute durch ein MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie), in manchem Fällen auch mittels eines cCT (cranielle Computer-Tomografie). Hierdurch können auffällige Entwicklungen im Gehirn erkannt werden.

Testungen

MIt Methoden der kognitiven Neurologie/Neuropsychologie werden die aktuell bestehende geistige Leistungsfähigkeit und die psychische Belastung untersucht. Hierzu setzen wir eine Vielzahl von Testverfahren ein, mit denen Konzentration, Aufmerksamkeit und kognitive Fähigkeiten geprüft werden. 

Elektrophysiologische Messungen

Weil die Symptome eines ADHS sich als Zeichen einer Funktionsstörung der Nervenzellen im Gehirn zeigen, kann man in der Regel auch bei besonders feinen Untersuchungen des Gehirns auffällige Ergebnisse finden. Dazu führen wir nicht nur routinemäßig ein EEG (Elektroencephalogramm) durch, sondern wir berechnen auch Spektralanalysen und prüfen ereigniskorrelierte Potentiale.

Auswertung und Beratung

Die erste Diagnostik eines ADHS-Syndroms findet an mindestens zwei Terminen statt. Danach erfolgt eine ausführliche Beratung mit der Auswertung der erhobenen Befunde. Die Patienten erhalten eine Mappe mit ihren individuellen Ergebnissen und Bewertungen. Die Therapieoptionen werden dem Patienten ausführlich dargestellt und gegebenenfalls direkt angewendet.

Kosten ADHS-Diagnostik

Die einfache Behandlung und Beratung ist auch bei Erwachsenen mit ADHS eine Leistung der Gesetzlichen Krankenkasse und damit für Versicherte einer Krankenkasse zuzahlungsfrei. 

Die umfassende Untersuchung, Testung und Diagnosefindung wird von den Gesetzlichen Krankenkassen (EBM) nicht erfasst und ist daher eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die selbst zu zahlen ist.  

Standard

Premium

Kosten

110
einmalige Gebühr
nach GOÄ
150
einmalige Gebühr
nach GOÄ
140
einmalige Gebühr
nach GOÄ

Ausführliches Arztgespräch

ja,
mit intensiver Biografie 

ja,
mit intensiver Biografie 

ja,
mit intensiver Biografie 

Psycholog. Testungen

ja

ja

ja

klinische Untersuchung

ja

ja

ja

EEG / Brainmapping

ggf. EEG

EEG mit Brainmapping

EEG mit Brainmapping

Kosten Autismus-Diagnostik

Die einfache Behandlung und Beratung ist bei Autismus eine Leistung der Gesetzlichen Krankenkasse und damit für Versicherte einer Krankenkasse zuzahlungsfrei. 

Die umfassende Untersuchung, Testung und Diagnosefindung wird von den Gesetzlichen Krankenkassen (EBM) nicht erfasst und ist daher eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die selbst zu zahlen ist.  

Standard

Premium

Kosten

150
einmalige Gebühr
nach GOÄ
190
einmalige Gebühr
nach GOÄ
140
einmalige Gebühr
nach GOÄ

Ausführliches Arztgespräch

ja,
mit intensiver Biografie 

ja,
mit intensiver Biografie 

ja,
mit intensiver Biografie 

Psycholog. Testungen

ja

ja

ja

klinische Untersuchung

ja

ja

ja

EEG / Brainmapping

nur EEG

EEG mit Brainmapping

EEG mit Brainmapping

ADHS bei Erwachsenen – Hilfe finden im NPZ

Symptome
ADHS bei Erwachsenen

  • reduzierte Aufmerksamkeit
  • gestörte Konzentrationsfähigkeit
  • erhöhte Impulsivität
  • schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • häufig zerstreut und chaotisch
  • motivationsgesteuerte Aktivitäten
  • schwieriges Kommunikations- und Kontaktverhalten
  • labile Stimmungen
  • niedriges Selbstwertgefühl
  • ausgeprägtes Rückzugsverhalten
  • glegentlich bei Erwachsenen noch Hyperaktivität
  • verminderte Leistungsfähigkeit im Alltag (Beruf)

Im Neuropsychiatrischen Zentrum wird die Diagnose ADHS nach umfangreicher Untersuchung und Biografiearbeit gestellt– wir haben eine Spezialsprechstunde für dieses Krankheitsbild eingerichtet. Dabei sehen wir aber auch, dass eben nicht jede Aufmerksamkeitsstörung ein ADHS ist und wir sehen, dass auch Menschen mit einem unbehandelten ADHS oder (was bei Erwachsenen durchaus häufiger ist) ADS, also ohne Hyperaktivitätssymptom, ihren Weg machen und ihren Platz finden. Dadurch, dass wir eben die erwachsenen Patienten behandeln, haben wir auch viel weniger mit der Erwartung Dritter, also der Eltern oder Lehrer, zu tun, die sich eine Leistungssteigerung bei dem Kind oder Jugendlichen vorstellen, sondern können mit dem Patienten selbst sehr sorgfältig besprechen, ob die Störung vorliegt und wenn ja, was zu tun ist.
Die Diagnose eines AD(H)S ist grundsätzlich auf Symptome im Kindes- und Jugendalter begrenzt. Das ist insofern wichtig, als dass eine seriöse und fundierte Beratung nur erfolgen kann, wenn Angaben und Informationen aus dieser Zeit vorliegen. Auch wenn die Diagnose nicht bei einem Betroffenen in seiner Kindheit gestellt wurde, ist sie nur als "Erwachsenen-Diagnose" zulässig, wenn die Angaben aus der Kindheit so gestaltet sind, dass man das AD(H)S hätte diagnostizieren können. Fehlen solche Angaben oder sind sie sehr ungenau, so kann man allein deswegen kein AD(H)S als Diagnose benennen bzw. muss von einer Verdachtsdiagnose sprechen.

Autistische Störungen – Hilfe finden im NPZ

Autistische Störungen im Erwachsenenalter sind gar nicht selten – Experten schätzen, dass bis zu 1 % der Erwachsenen unter Symptomen leiden, die man dem Spektrum der Autistischen Störungen zuweisen kann. Dabei sind dies nicht alles "inselbegabte" Menschen, die in bestimmten Bereichen des Lebens extreme Begabungen haben, sondern es sind oft genug Menschen mit ganz normalen, durchschnittlichen Begabungen. Die Möglichkeiten dieser Menschen, sich mit all ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten in die Welt einzubringen, sind aber sehr begrenzt – denn durch die autistischen Verhaltenszüge können sie genau das nicht tun.
Bei Menschen mit Autismus bestehen in der Regel Einschränkungen in fünf verschiedenen Bereichen des Daseins, Fühlens und Wahrnehmens. Diese Probleme entstehen wahrscheinlich, weil die Nervenzellen in den Gehirnen von Menschen mit autistischen Störungen teilweise abweichende Funktionen haben. So ist die "Theory of Mind", also das Verständnis von sich und anderen als unabhängig fühlenden Wesen, gestört. Die Fähigkeit, eine zentrale Kohärenz zu schaffen, ist beeinträchtigt und es finden sich Hinweise, dass im präfrontalen Kortex Funktionen gestört sind, die für flexible Planung und Handlung wichtig sind.
Wir diagnostizieren die Erkrankung nach ausführlicher Untersuchung und Beratung. Gerade Erwachsene mit Symptomen aus dem Bereich des Autismus haben sich oft in ihrer Welt schon eingerichtet, sodass dabei zwar einerseits Leiden entsteht, andererseits eine therapeutische Änderung gar nicht zwingend gewünscht wird. Unsere Haltung gegenüber den Patienten ist deshalb immer von einem Verständnis und von Wertschätzung gegenüber dem bisher Erreichten im Leben und Alltag geprägt. 

Symptome
Autismus bei Erwachsenen

  • deutliche Beeinträchtigung in der sozialen Interaktion
    • bei non-verbalen Leistungen ("in die Augen sehen", Mimik, Gestik)
    • Unfähigkeit zu Beziehungen zu Gleichaltrigen
    • Kein Bedürfnis, mit anderen Interessen zu teilen
    • keine soziale oder emotionale Gegenseitigkeit
  • Sehr stereotype oder repetitive Verhaltensmuster
    • konzentrierte Beschäftigung mit wenigen, teilweise sehr speziellen Themen
    • stures Abarbeiten/Befolgen von non-funktionalen Regeln und Ritualen
    • stereotype oder repetitive motorische Manierismen
    • anhaltende Beschäftigung mit Teil-Objekten
  • keine relevanten intelektuellen Entwicklungsprobleme
  • keine Zeichen einer Schizophremie

Neuropsychiatrisches Zentrum Hamburg-Altona NPZ GmbH
Stresemannstr. 23, 22769 Hamburg

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