Frauen mit Kinderwunsch und vorbestellenden neurologischen oder psychiatrischen Erkrankungen sind oftmals unsicher, ob sie ein Kind bekommen können und wenn, was zu beachten ist. Auch in der Folge kann dann eine Schwangerschaft mit neuropsychiatrischen Problemen einhergehen oder die Mutter in den ersten Monaten nach der Entbindung unter Beschwerden leiden.

Die neuropsychiatrische Betreuung von Frauen mit Kinderwunsch oder im Rahmen von Schwangerschaft und der Zeit kurz nach der Entbindung ist für uns wichtiger Schwerpunkt. Dabei haben sich verschiedene Aspekte herauskristallisiert, die von Bedeutung sind. Speziell für Schwangere und Frauen nach der Entbindung mit psychischen Problemen haben wir Notfalltermine frei, sodass Sie nicht lange warten müssen, sondern innerhalb weniger Tage einen Arztkontakt und bei Bedarf auch einen Kontakt mit einer unserer Psychotherapeutinnen haben können.   

Schwangerschafts- und Stilldepression

Depressionen in Schwangerschaft und Stillzeit erfordern eine besonders schnelle und dennoch überlegte Betreuung und Behandlung. Für Mütter in diesen Phasen bieten wir besonders kurzfristige Notfalltermine an.

 

Bei einigen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen ist eine intensive Beratung vor Beginn einer Schwangerschaft nicht erforderlich. Diese sollte jedoch immer dann erfolgen, wenn eine der folgenden Erkrankungen vorliegt oder wenn sich die Frau in Bezug auf ihren Gesundheitszustand oder Medikamente etc. nicht sicher fühlt.

  • Multiple Sklerose

    Mittlerweile ist es anerkanntes Wissen, dass Mütter mit MS ohne Frage schwanger werden können. Während der Schwangerschaft treten i.d.R. deutlich weniger Schübe auf. Allerdings kann es nach der Entbindung rasch zu einem neuen Schub kommen. Wichtig ist die Frage der Behandlung – welche Medikation ist geeignet, um schwanger zu werden (und zu sein), welche ist nicht sinnvoll.   
  • Epilepsie

    Grundsätzlich ist eine Epilepsie kein Hindernis, um ein Kind zu bekommen. Damit es aber während der Schwangerschaft nicht zu Problemen kommt, die Kind und Mutter dauerhaft schädigen könnten, ist eine erfahrene und intensive neurologische Begleitung der Mutter erforderlich. Auch in Bezug auf die Medikation ist eine ausführliche Beratung und in manchen Fällen eine Neu-Einstellung erforderlich. 
  • Aneurysma, Hirnblutungen, Schlaganfälle

    Bei Frauen, die im Vorfeld einer Schwangerschaft bereits eine Hirnblutung erlitten hatte, bei denen ein Aneurysma oder ein Cavernom bekannt ist oder die einen Schlaganfall erlitten haben, ist eine sorgfältige Risikoabschätzung erforderlich. In vielen Fällen können auch diese Frauen gesunde Kinder bekommen, doch sind viele Faktoren zu bedenken.  
  • Schizophrenie

    Frauen, die unter einer Schizophrenie leiden, können nach dem heutigen Stand des Wissens ohne Frage Mutter werden. Es sind aber einige Aspekte zu beachten, insbesondere was die Medikation und die begleitende psychiatrisch-psychosoziale Behandlung betrifft, sodass hier eine umfangreiche Beratung erforderlich ist. 
  • Depressionen

    Wenn schon vor der (geplanten) Schwangerschaft Depressionen bestanden haben bzw. früher einmal vorhanden waren, so ist das Risiko der Frau, im Rahmen von Schwangerschaft und Entbindung bzw. in den Monaten danach unter einer deutlichen Depression zu erkranken, sehr hoch. Aus psychiatrischer Sicht sind solche Frauen sehr gefährdet und sollten sich von in regelmäßige Betreuung und Behandlung durch Psychiater und / oder Psychotherapeut begeben.  

Kontakt

Wir führen eine Terminpraxis – das bedeutet, dass wir außer bei Notfällen Patienten nur mit Termin behandeln.

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